Leoninum
Sonntag, 29. Mai 2011, 19 Uhr
JAZZ IM KIRCHENRAUM, SINNLICH UND VIRTUOS
David Friedman/ Peter Weniger Duo
Schwebende Harmonien, Frage und Antwort, Locken und Verlocken, Binden und Lösen, Spannung und Ruhe...
Den beiden Spitzenmusikern gelingt mit phantasievollen Interpretationen und Kompositionen eine verzaubernde Atmosphäre hoher Musikalität und Spiritualität.
"In einer Welt in der fast alles aufmerksamkeitsheischend dröhnt, stampft und pfeift, erweisen sich David Friedmans und Peter Wenigers Oasen der Kontemplation als geradezu spektakulär. Zudem sind sie von therapeutischer Kraft." NDR Radio
David Friedman - Vibraphon
Peter Weniger - Saxophon
Michael Wollny
Minimalistisch und einfühlsam nimmt die Musik die Stimmung und Struktur der „Kindertotenlieder“ Gustav Mahlers auf.
Poetisch und elementar nähert sich Michael Wollny der Totenklage an, die Friedrich Rückert nach dem Tod seiner Kinder geschrieben hatte. Gustav Mahler verarbeitete die Gedichte zu seinen "Kindertotenliedern", zu, über und mit denen die improvisierenden Musiker einfühlsam spielen. Reue, Verlust, Schmerz und Sehnen aus der heutigen Perspektive.
Michael Wollny ist Träger des Preises der Deutschen Schallplattenkritik und einer der viel versprechenden jungen Künstler unserer Zeit. „Jung genug, um den Jazzgeschichtsballast nicht herumschleppen zu müssen und wach genug, um jeden Tag etwas Altes neu zu entdecken“ (K. Heidkamp Die Zeit).
Michael Wollny – Klavier
Ib Hausmann – Klarinette
Guy Sternberg – Electronics
Brotfabrik
Freitag, 3. Juni 2011, 20 Uhr
SPHÄRISCH, EXPERIMENTELL, ANDERS
Mit Nguyên Lê betritt ein Meister der Jazzgitarre die Bühne der Brotfabrik. Er ist so vielseitig, dass er schwer zu beschreiben ist. Gemeinsam mit dem Bassisten Linley Marthe und dem Schlagzeuger Francis Lassus besinnt er sich auf seine Wurzeln. Das Trio erinnert an seine Musik der CDs „Million Waves“ und „Bakida“ der 90er Jahre, nimmt jedoch diedazwischen liegenden ereignisreichen Jahre mühelos auf.
Nguyên Lê - Gitarren
Michel Alibo - Bass
Francis Lassus - Schlagzeug
Expressive Spontaneität und Virtuosität. Eckig komplexe Beats heutiger elektronischer Musik. Strukturdenken der europäischen Moderne. Räudigkeit des Rock. Mit diversen Elementen etlicher anderer musikalischer Sprachen verschmelzen sie zu einem vital originären, lyrischen und energiereichen Klangbild jenseits eingeschränkter Schubläden und normierter Abläufe.
Aus dem Moment heraus improvisierte Musik geht fließend in detailliert geplante Passagen über und erzählt leise und laute Geschichten von Freud' und Leid und so einigem dazwischen.
Christian Thomé - Schlagzeug, Electronics
Ralph Beerkircher - Elektrische Gitarre
Stephan Meinberg - Trompeten, Euphonium, Electronics



