Die deutsche Jazzszene ist gegenwärtig so dynamisch und interessant, dass eine Auswahl für den Jazzfest-Intendanten immer schwieriger wird. Das gilt für nahezu jede Spielart, jedes Instrument. Bei den Jazzsängerinnen ist zu beobachten, dass wundervolle, ungewöhnliche und vor allem hervorragend ausgebildete Vokalistinnen die Szene bereichern. Einige von ihnen hatten und haben wir in verschiedenen Konstellationen in Bonn: Laura Totenhagen, Filippa Gojo, Tamara Lukasheva, Agnes Lepp, Almut Kühne, Olivia Trummer, Lucia Cadotsch. Zu diesen wunderbaren Talenten gehört auch Alma Naidu. Dass ihre Technik ausgefeilt ist, mag auch damit zusammenhängen, dass sie mit Musik aufgewachsen ist. Ihre Mutter ist die Kammersängerin Ann-Katrin Naidu. Vielleicht aber hat auch die Ausbildung bei einer der ganz großen im Jazz ihr Übriges getan: Bei einem Gastsemester an der Royal Academy of Music in London bekam sie Unterricht von Norma Winstone.

Was Naidu so auszeichnet, ist, dass sie sich auf die Natürlichkeit ihrer Stimme konzentriert. Was wirklich faszinierend ist, dass sie dabei einen zarten Hauch von Vibrato gerade in den leisen Tönen hält, dass man schon beim Zuhören den Atem anhält. Die Intensität des Ungekünselten rührt da umso unmittelbarer. Wenn sie mit klarer und warmer Stimme „White Tulip“ singt, dann sieht der Zuhörer förmlich die weiße Tulpe aus dem Meer der bunten strahlen. Alma Naidu, als Sängerin, Komponistin und Texterin eine der interessantesten Nachwuchsmusikerinnen im Bereich des Jazz, wurde nicht umsonst bei einer Jamsession während der Jazzwoche in Burghausen 2019 vom bekannten Schlagzeuger Wolfgang Haffner entdeckt und von ihm für sein aktuelles Album engagiert.

Zudem ist Naidu erste Stipendiatin der neu gegründeten Stiftung „Grizzly Jazz Foundation – Supporting young artists“ in Bonn, die sich dem deutschen Jazznachwuchs widmet. Das Stipendium erhalte sie „aufgrund ihrer kraftvollen Stimme mit wunderbarem Tonumfang und feinem Timbre, ihrer Begabung als Songwriterin und ihrer einnehmenden Bühnenpräsenz“, heißt es in der Begründung.

 

Alma Naidu Gesang und Klavier
Philipp Schiepek Gitarre
Loreen Sima – Bass
Valentin Renner Schlagzeug

Karten für das Doppelkonzert:

38 €, red. 27 € zzgl. VVK-Gebühren

« zurück


Facebook
YouTube
Instagram
Mail