zettbe: das magazin zum jazzfest bonn 2022

Alma Naidu wuchs mit einer Musik auf, die von Jazz und Pop weit weg scheint. Ihre Mutter ist die Opernsängerin Ann-Katrin Naidu, die als Mezzosopranistin viele Opernpartien unter anderem am Münchner Gärtnerplatz- theater und an der Bayerischen Staatsoper sang und 2019 zur Bayerischen Kammersängerin ernannt wurde. Immer wieder kann man die Mutter auch in Konzerten der Tochter erspähen. Ein wichtiger Teil der Ausdrucksfreiheit kommt bei Alma Naidu, die sich bei manchen ihrer Konzerte auch selbst am Klavier begleitet, aus einem großen musikalischen Horizont. Den nutzt sie. Und bringt das mit Worten auch so auf den Punkt: „Nicht bevormundet zu werden (auch als junge Sängerin), sondern sein eigenes Ding zu machen und für eigene Werte einzustehen, ist für mich Freiheit.“ 30 Die junge Münchner Sängerin und Songschreiberin Alma Naidu, ein aufgehender Stern seit zwei Jahren weit über Bayern hinaus, macht mit ebenfalls hinreißender Stimme völlig andere Musik. Auch für sie ist der Begriff der Freiheit sehr wichtig. Dazu gehört, dass sie nicht auf dem Etikett „Jazz“ besteht: „Ich versuche einfach Musik zu schreiben, die ich auch selbst gern hören wollen würde. Da kommen alle möglichen Einflüsse rein – Jazz natürlich, Pop, Soul, Folk, Filmmusik … Musik ist Musik.“ Neben Jazzklassikern wie My Funny Valentine liebt und schätzt sie auch Stücke wie And So It Goes von Billy Joel. Und ihren eigenen Stücken – vor kurzem erschienen auf der CD Alma (Label Leopard) – merkt man an, dass keine Genre-Grenzen die Ausdrucksmittel und die Arrangements bestimmen. Alma Naidu

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