Peter MaternaPeter Materna 2014 Anzug klein ist künstlerischer Leiter und Geschäftsführer des Jazzfest Bonn. Im Jahr 2010 gründete Peter Materna dieses Format, um kreativem, zeitgenössischem Jazz in Bonn eine Bühne zu verleihen. Mit diesem Festival wollte ich eine Lücke schließen und die Stadt um eine weitere kulturelle Farbe bereichern.” Tatsächlich ist es in den vergangenen sechs Jahren gelungen, besonders schöne Spielstätten zu finden und sie jedes Jahr erneut mit passender, stets hochqualitativer Musik zu füllen. Ein Konzept, das Anklang findet, denn häufig sind die Konzerte bereits kurz nach dem Vorverkaufsstart ausverkauft.

Studiert hat Peter Materna klassisches und Jazz-Saxofon in Köln und Essen. Als Saxophonist hat er sich in der nationalen und internationalen Jazz-Szene einen Namen gemacht. Er ist bekannt für seine reife Saxophontechnik: „Ich spiele die verschiedenen Größen unterschiedlich, denn jedes Instrument und jede Lage hat eine andere Klangwelt“, sagt Materna. Sein melodischer, oft melancholischer Improvisations- und Kompositionsansatz wurde schon mit Paul Desmond verglichen, sein Stil erinnert aber auch an skandinavischen Jazz.

1992 erschien sein erstes Album, „Jazz Contract“, dem acht weitere folgten. Materna gründete 1989 sein eigenes Quartett, mit dem er 20 Jahre zusammen blieb. Die letzte Quartett-CD, „Silent Session“ (Deutschlandfunk/Jazzhaus), entstand 2008 im Großen Saal des Deutschlandfunks. 1998 begann er mit dem Kompositionsauftrag der Internationalen Beethoven-Stiftung, die eine Brücke zwischen Klassik und Jazz schlug, seine Trioarbeit und prägte maßgeblich den Begriff des „kammermusikalischen Jazz“. 2006 erschien seine Trio-CD „3“ (CMR/ timelock), 2010 die Trio-CD „The Dancer“ (Enja) mit Yayo Morales und Henning Sieverts. Im Frühjahr 2014 kam eine neue Trio-CD mit Florian Weber und Henning Sieverts namens „Colours of Spring“ bei Enja heraus.

Aktuell präsentiert Peter Materna sein Solo-Projekt mit seiner neuen CD „at arp museum Bahnhof Rolandseck“ (Jazzhaus) und ein neues Quartett-Projekt mit Ralph Beerkircher, Gunnar Plümer und Roland Höppner.