Die Trägerin des ersten Jazzfest-Bonn-Förderpreises steht fest: Die Sängerin Veronika Morscher erhält den erstmals ausgelobten Preis. Überreicht wurde der Preis beim Abschlusskonzert des 10. Jazzfest Bonn vom Schirmherrn des Festivals, Oberbürgermeister Ashok Sridharan, und dem Intendanten Peter Materna (Foto).

Die österreichische Musikerin Veronika Morscher, die mit der Band Of Cabbages And Kings im Programm des diesjährigen Jazzfest Bonn zu erleben war, hat die Jury mit ihren künstlerischen Ideen und einem schlüssigen Konzept überzeugt. Jury-Mitglied Ralf Dombrowski: „Veronika Morscher geht mit eigenwilligen gestalterischen Vorstellungen und gewaltiger Musikalität an ihre Projekte heran“. Auch die beiden anderen Jury-Mitglieder, die Journalisten Sebastian Scotney und Anja Buchmann waren von dem „expressiven Potential“ der 27-Jährigen überzeugt. „Es ist mir klar, dass ich mehr von dieser Sängerin hören möchte, und zwar bald, bitte“, schreibt Scotney.

Der Förderpreis setzt sich zusammen aus einem einmaligen Geldpreis in Form eines Produktionskostenzuschusses in Höhe von 1.500,- Euro und einem Arbeitsstipendium in Höhe von 500,- Euro/Monat für drei Monate, was dem Musiker eine Basisfinanzierung ermöglichen soll.

Mit dem Förderpreis zeichnet das Festival ab sofort jährlich besonders talentierten Nachwuchs im Bereich kreativer Jazzmusik aus. In Deutschland gibt es eine Vielzahl sehr gut ausgebildeter, junger Jazzmusiker*innen, deren Arbeits- und Auftrittsbedingungen jedoch nach wie vor schlecht sind: Kaum ein Jazzmusiker kann seinen Lebensunterhalt mit Einkünften aus Konzerten und anderen kreativen Tätigkeiten im Jazzbereich bestreiten. Das Jazzfest Bonn möchte hier einen unterstützenden Beitrag leisten.

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