Kreativität in Bonns Konzertsälen

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Dem Jazz hängt immer noch etwas Verruchtes an. Etwas Vergangenes. Oder Verrücktes. Hörbar ist er anscheinend nur in seiner unterhaltenden, kommerzialisierten form. Dabei hat sich Jazzmusik mit der Gesellschaft entwickelt. Die „Musik der Freiheit“, die nach dem zweiten Weltkrieg in Deutschlands Kellern gefeiert wurde und sich ganz im Stile der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts als „Free Jazz“ in vielen Köpfen zementiert hat, präsentiert sich, wie zeitgenössische Kunst, heute in einem völlig anderen Gewand.

Das wesentliche Kriterium des Programms, das vom Jazzsaxophonisten und künstlerischen Leiter Peter Materna zusammengestellt wird, ist der „kreative Aspekt“. Ziel ist es, die Musik und das Publikum miteinander zu verweben. Innerhalb einer festen Ordnung durchbricht der Jazzmusiker die Konventionen durch Improvisation, kommuniziert mit seinen Mitspielern. Der Zuhörer wird in diesen Austausch mit aufgesogen, und wird eingeladen, diese Atmosphäre mit nach Hause zu nehmen. Die erlesenen Bonner Veranstaltungsorte tragen ihren Anteil dazu bei, und präsentieren den Jazz von heute da, wo er hingehört: In Konzertsälen.

Das Programm besticht durch Vielfältigkeit, international bekannte Stars zeigen ebenso ihre hohe Qualität wie Jazzprofis aus der Region. Der junge professionelle Nachwuchs erhält ein Forum, und durch die Kooperation mit dem 2. Bundes Big Band Festival Bonn, das am selben Wochenende auf dem Museumsplatz stattfindet, werden auch Familien angesprochen. Fühlen Sie sich eingeladen, zu einem zeitgenössischen Klangerleben, einem Fest der Sinne, einem neuen Format der Kultur in der Musikstadt am Rhein.

2010, Klappentext des Programmflyers, © Jazzfest Bonn

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